Die Preise für 2021 wurden, gemeinsam mit den Preisen des Jahres 2020, coronabedingt verspätet verliehen. Die Eduard-Wallnöfer-Stiftung der Tiroler Industrie hat mit Unterstützung der Stiftung Südtiroler Sparkasse drei Preise für „Forschungs- und Studienprojekte“ – einen Hauptpreis (Euro 5.000,-), und zwei Anerkennungspreis zu Euro 2.500,-. verliehen. Die Preisverleihung erfolgte durch den Stiftungsvorsitzenden Dr. Oswald Mayr. Als Ehrengäste waren unter anderen, Rektor Dr. Andreas Altmann und Vizerektorin Prof. Dr. Ulrike Tanzer anwesend. Auch der Sohn des Namensgebers der Stiftung Tierarzt Dr. Eduard Wallnöfer und die Enkel Rechtsanwalt Dr. Eduard Wallnöfer und Michael Wallnöfer waren unter den Gästen, ebenso wie der Schweigersohn Altlandeshauptmann Dr.Dr. Herwig van Staa.

Hauptpreis 2021

„Ceramics – More than Insulators“

Der Hauptpreis 2021 für Forschungs- und Studienprojekte ging an Verena Schallhart, BSc, MSc, für das Gemeinschaftsprojekt „Ceramics – More than Insulators? Keramische Verbundwerkstoffe für die Prozessindustrie.“ Der Naturwissenschaftlerin und Professor Dr. Lukas Möltner ging es in dieser Arbeit um die Entwicklung von elektrisch leitfähigen Keramiken. Für die Verwertung der nachhaltigen keramischen Kompositwerkstoffe besteht bereits Interesse aus der chemischen Industrie und der Automobilzulieferer.

(v.l.n.r.) Oswald Mayr, Martin Pillei (MCI), Verena Schallhart, Professor Lukas Möltner, Rektor Andreas Altmann (MCI), GF IV-Tirol Eugen Stark

Zwei Anerkennungspreise 2021

Verbesserte Produktlebensdauer ohne Hitze​

Ein Anerkennungspreis für Forschungs- und Studienprojekte ging an den Physiker Dr. Harald Schöbel für das Projekt „Verbesserte Produktlebensdauer ohne Hitze. Untersuchung von Nichtthermischen Technologien zur nachhaltigen Konservierung von Produkten mit potentieller mikrobieller Belastung.“ Der Projektleiter und die Projektmitarbeiterin Mira Mutschlechner erforschten nachhaltige Konservierungsmethoden, die insbesondere in der Lebensmittel-, Kosmetik-, Farb- und Lackindustrie Einsatz finden können.
v.l.n.r. Oswald Mayr, Dr. Harald Schöbel, Mira Mutschlechner, Rektor Andreas Altmann (MCI), IV-Tirol Geschäftsführer Eugen Stark

Maschinelle Übersetzung für die ladinische Sprache

Ein weiterer Anerkennungspreis für Forschungs- und Studienprojekte wurde an den Informatiker Samuel Frontull und an den Projektmitarbeiter Tobias Hell, Mathematiker, für die Arbeit „Maschinelle Übersetzung für die ladinische Sprache“ vergeben. Die Forschungsschwerpunkte dieses Projektes liegen in einer maschinellen Übersetzungshilfe für eine Minderheitensprache. Die Ladiner, zumindest die in Südtirol lebenden (Gadertal, Gröden), sind wohl das „älteste noch lebend Volk“ in Tirol.
v.l.n.r. Oswald Mayr, Samuel Frontull, Tobias Heel, Vizerektorin Univ.Prof.Dr. Ulrike Tanzer, IV-Tirol GF Eugen Stark